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The Batman vs Dracula: The Animated Movie

Batman: Mystery of the Batwoman - Rätsel um BatwomanInhalt
Der Fürst aller Vampire, Dracula, erwacht in Gotham zu schrecklichem neuen Leben, rekrutiert den Pinguin als willenlosen Sklaven, erschafft neue Vampire, die sich wie bei der "Schachbrett-Legende" vermehren und will sogar die TV-Reporterin Vicki Vale, Bruce Waynes neue Freundin, opfern, damit seine eigene Gefährtin Carmilla an seiner Seite weiter existieren kann.

Batman bekommt es nicht nur mit dem gnadenlosen Untoten zu tun sondern steht zudem auch in dem Verdacht, für die gruseligen Vorkommnisse in Gotham City verantwortlich zu sein. Erst mit der unfreiwilligen Hilfe des Jokers, der mit dem Vampir-Virus infiziert ist, gelingt es Batman nicht nur, sich zu rehabilitieren, sondern auch die Menschen von Gotham zu retten und Dracula zu vernichten.



Kritik!?
Die Elseworld's-Reihe "Batman & Dracula: Red Rain, Bloodstorm und Crimson Mist" kann man im Zusammenhang mit dem ersten Film der Animated-Serie "The Batman" getrost vergessen, außer dem Namen des Hauptgegners findet man keine Gemeinsamkeiten.

Wer dagegen den Roman des Briten Bram Stoker "Dracula" gelesen hat (oder zumindest den Film gesehen hat, in den einige Elemente des Romans übernommen wurden), sieht sofort die Parallelen: Der Pinguin übernimmt hier die Rolle des sklavischen R. M. Renfield, dem Insassen einer Irrenanstalt. Das Verspeisen von Insekten übernahm hier allerdings der von Dracula infizierte Joker. Auch die Geschichte, die Dracula selbst erzählt, lehnt an den Roman an: Von Van Helsing in Transylvanien gepfählt, überquert der Graf auf einem Schiff, gefangen in seinem Sarg, das Meer und gelangt nach Gotham City, eine ebenso geheimnisvolle und düstere Stadt wie das viktorianische London.

Bram Stoker ließ sich für seine Erzählung von Sheridan Le Fanus Vampirin "Carmilla" inspirieren und auch die hat in diesem Batman-Abenteuer einen, wenn auch kurzen, so doch markanten Auftritt als Braut Draculas. Selbst das Gleiten des Vampirs, das bei "Mel Brooks' Dracula - Tot aber glücklich" so nett persifliert wurde, wurde übernommen, ebenso seine Fähigkeit, sich in eine Fledermaus zu verwandeln oder senkrecht Wände auf und ab zu kriechen. Und natürlich durfte auch Bela Lugosis berühmter Satz "Children of the Night..." nicht fehlen. Was das Serum betrifft, mit dem Batman die Infizierten heilen will, so scheint "Blade" hier für Pate gestanden zu haben. Dracula selbst, wie alle Vampire mit einer Vorliebe für Anagrame ausgestattet, hätte ein anderes, spezielleres Design gut getan, in der jetzigen Form erinnert sein Aussehen eher an Ra's al Ghul.

Das Erscheinungsbild des Films unterscheidet sich etwas zur Serie: Im Gegensatz zur Serie, wo sich der Nachthimmel grün oder rot abhebt, ist er hier schwarz oder dunkelblau. Auch Gotham City wurde einem kleinen Lifting unterzogen und sieht deteilreicher aus.

Einen weiteren Unterschied bildet der Soundtrack. Komponist Thomas Chase Jones vermischt bei seinem Score Elemente aus der Serie mit Streichinstrumenten. Heraus kommt ein durchaus gut klingender Soundtrack mit einem schaurig-schönen Haupthema, das an alte Gruselklassiker erinnert.

Wie auch in der Serie wird hier nicht mit Verweisen auf andere Filme gegeizt. So bezeichnet zum Beispiel der Mitinsasse des Pinguins Arkham Asylum als "Kuckucksnest", und weist selber auch eine gewisse Ähnlichkeit zu Jack Nicholson auf, der mit dem Film "Einer flog über das Kuckucksnest" berühmt wurde. Beim Anblick Alfreds mit der Armbrust dürfte man sich nicht von ungefähr an "Buffy the Vampire Slayer" erinnert fühlen, die häufig mit dieser Waffe Jagd auf Vampire machte. Und die "Lost Ones" könnten genau so gut aus der Kleinstadt Salem in Stephen Kings "Salems Lot" (dt. Brennen muß Salem) stammen.

So liebevoll die Details auch eingebaut wurde, so groß sind dennoch die Logiklöcher in der Geschichte. Warum muß es beispielsweise ausgerechnet Vicki Vale sein, mit der Dracula seine Braut Carmilla wieder zum Leben erwecken will? Frauen sollte es in Gotham doch genug geben und wenn es ihm nur darum geht, seine Gefährtin wieder zu bekommen, und kein persönliches Interesse an der betreffenden besteht, hätte auch jede andere diesen Zweck erfüllt.

Und warum bereitet Alfred, als er sieht, daß Batman sich auf die Höhle zubewegt, nicht schon den Solargenerator vor, anstatt nach der Armbrust zu rennen, um damit die letzte Ampule des Gegengifts auf den Obervampir abzufeuern? Wenn er schon weiß, daß Vampire ein Problem mit Knoblauch haben, sollte er um die Gefahr, die für sie von Sonnenstrahlen ausgeht, doch erst recht wissen. Warum der Joker sein Elektroschock-Bad überlebt, wollen wir gar nicht erst fragen. Es ist halt so.

Im Großen und Ganzen ist der Film nicht nur für eingefleischte Fans der Serie "The Batman" recht nett anzuschauen und verfügt auch über einen netten Humor, wie beispielsweise Jokers "(Blut-) Bank"-Einbruch, jedoch hätte man die Handlung auch gut auf eine Doppelfolge innerhalb der Serie beschränken können. Zeitlich einordnen läßt er sich in die erste oder zweite Season, da Commissioner Gordon seine Arbeit in Gotham (noch) nicht aufgenommen hat. Leider waren auch Ethan Bennet und Ellen Yin nicht mit von der Partie.



Details
Titel: "The Batman vs Dracula: The Animated Movie"
Produktion: Warner Bros.
Erstausstrahlung: USA 18.10.2005
Altersfreigabe: ab 7 Jahren
Laufzeit in Minuten: 83



Regie Michael Gougan
Drehbuch Duane Capizzi
 
Sprecher
Bruce Wayne/The Batman Rino Romano
Dracula Peter Stormare
Alfred Pennyworth Alastair Duncan
The Joker Kevin Michael Richardson
Oswald Cobblepot/The Penguin Tom Kenny
Vicki Vale Tara Strong
Arkham Asylum Insasse Jeff Bennett 
diverse Neil Ross


 
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