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Darsteller: Michael Caine (Alfred)


 

MICHAEL CAINE
Alfred


Das Jahr 2000 dürfte den Höhepunkt in Michael Caines Leben darstellen: Er gewann nicht nur seinen zweiten Oscar für "The Cider House Rules" (Gottes Werk und Teufels Beitrag), sondern wurde auch von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen.

Mit über 90 Filmrollen hat sich Michael Caine als einer der beständigsten Filmstars profiliert. Er gewann den Darstellerpreis der New Yorker Filmkritiker für "Alfie" (Der Verführer lässt schön grüßen), den British Academy Award für "Education Rita" (Rita will es endlich wissen) und jeweils einen Golden Globe für "Rita", "Dirty Rotten Scoundrels" (Zwei hinreißend verdorbene Schurken) und "Little Voice" (Little Voice). Caine ist sechsmal für den Oscar nominiert gewesen - nach "Alfie", "Sleuth" (Mord mit kleinen Fehlern) und "Rita", gewann er ihn zweimal als Bester Nebendarsteller für "Hannah and Her Sisters" (Hannah und ihre Schwestern) und "Gottes Werk und Teufels Beitrag". Eine weitere Nominierung folgte mit "The Quiet American" (Der stille Amerikaner).

Drei Rollen in extrem unterschiedlichen Filmen demonstrieren sehr anschaulich seine Bandbreite: der bedrängte Theaterregisseur in der Komödie "Noises Off" (Noises Off - Der nackte Wahnsinn), der MI6-Killer in dem romantischen Thriller "Blue Ice" (Blue Ice) und der singende Scrooge im Chor mit Miss Piggy, Kermit & Co. in dem Musical "The Muppet Christmas Carol" (Die Muppets-Weihnachtsgeschichte).

Obwohl er als außergewöhnlicher Schauspieler bekannt ist, profilierte er sich auch als Autor. Caines Autobiografie erschien 1992 unter dem Titel "What's It All About?" Außerdem veröffentlichte er das Buch "Acting on Film", das auf seiner sehr erfolgreichen BBC-Vorlesungsreihe basiert.

Michael Caine wurde am 14. März 1933 im Londoner East End geboren. Sein Vater war Packer auf dem Fischmarkt in Billingsgate, seine Mutter Putzfrau. Die Familie lebte in großer Armut in zwei Zimmern mit Gasbeleuchtung, bis Caine und sein jüngerer Bruder Stanley während des Krieges evakuiert und auf einer Farm in Norfolk in Sicherheit gebracht wurden. Schon als Kind war er ein glühender Kinofan, und er konnte gar nicht genug Romane verschlingen. Er trat in Schulaufführungen auf, führte in einem Jugendclub sogar Regie und träumte immer davon, eines Tages Schauspieler zu werden.

Die Eltern erwarteten, dass er in die Fußstapfen des Vater treten würde, doch Caine lehnte ab. Mit 16 ging er von der Schule ab und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis er eingezogen wurde. Als Soldat diente er in Korea. Nach seiner Entlassung jobbte er als Arbeiter, um abends Schauspielstunden zu nehmen. Seine Karriere begann er als Assistent des Inspizienten im Theater von Horsham, Sussex. Schon bald spielte er im Lowestoft Repertory Theatre in Suffolk den jugendlichen Liebhaber. Er heiratete die Hauptdarstellerin Patricia Haines, doch die Ehe hielt nur zwei Jahre. Mit seiner inzwischen verstorbenen Frau hatte er die Tochter Dominique (genannt Nikki), mit der ihn eine enge Beziehung verbindet.

Selbstvertrauen und der Künstlername Michael Caine (sein Spitzname plus Caine aus "Die Caine war ihr Schicksal" - er entdeckte den Titel auf einem Kinoplakat) machten ihm Mut, sein Glück in London zu versuchen. Dort verdiente er sich seine Sporen in Joan Littlewoods Theatre Workshop. Er übernahm eine Nebenrolle in dem Film "A Hill in Korea" (An vorderster Front) und ergatterte weitere kleine Auftritte in Filmen und Londoner Theaterstücken, konnte davon aber nicht leben. Auf gut Glück zog er nach Paris, wo er sich einige Monate lang durchschlug. Nach seiner Rückkehr borgte er sich von seiner Mutter Geld und bemühte sich, das Schauspielen zum Beruf zu machen. Mit etlichen Stücken ging er auf Tournee durch Großbritannien, entwickelte seine lockere Bühnenpräsenz und meisterte eine große Anzahl von regionalen Sprachfärbungen. Im Verlauf von fünf Jahren absolvierte er über 100 Fernsehauftritte, die ihn beim Publikum bekannt machten. Doch er verdiente kaum genug zum Leben und teilte sich eine Wohnung mit Kollege Terence Stamp und Komponist John Barry.

Dann engagierte man ihn als zweite Besetzung des Private Bamforth, den Peter O'Toole in dem Londoner Bühnenhit "The Long, The Short and The Tall" (Das Ende vom Lied) spielte. Als O'Toole die Rolle abgab, übernahm Caine - sechs Monate ging er damit auf Tournee, was ihm anschließend größere TV- und Filmrollen einbrachte.

Der Wendepunkt kam 1963: Er war 30 Jahre alt, als er mit der Rolle des schlaffen aristokratischen Lieutenant Gonville Bromhead in Joseph E. Levines Produktion "Zulu" (Zulu) zum Star aufstieg: Laut Drehbuch sollte er einen kompletten Idioten darstellen, doch er präsentierte den Part sehr ernsthaft als einen schwächlichen Mann, der aber zumindest an seine Fähigkeiten glaubt. In den Augen der Kritiker spielte er sich mit dieser Nebenrolle in die vorderste Reihe und stahl allen anderen die Schau.

Weltweit bekannt wurde er, als er den Part des coolen, aber intriganten Anti-Helden Harry Palmer in dem Thriller "The Ipcress File" (Ipcress - Streng geheim) übernahm, der sich überraschenderweise als Riesenhit entpuppte und von den britischen Filmkritikern zum Film des Jahres gekürt wurde. Caines unterkühlter Stil wurde in den Rezensionen erneut gefeiert.

1966 stieg er als "Alfie" zum Superstar auf - den Frauenheld und Tunichtgut spielte er mit Unschuld und frechem Humor. Auch diesen Film wählten die britischen Kritiker zum Film des Jahres. Erstmals wurde Caine für den Oscar nominiert, und die New Yorker Kritiker zeichneten ihn als Besten Darsteller aus.

Ende der 60er-Jahre drehte er "Gambit" (Das Mädchen aus der Cherry-Bar) mit Shirley Maclaine, "Funeral in Berlin" (Finale in Berlin), "Billion Dollar Brain" (Das Milliarden-Dollar-Gehirn), "Hurry Sundown" (Morgen ist ein neuer Tag) von Otto Preminger, "Woman Times Seven" (Siebenmal lockt das Weib) von Vittorio De Sica, "Deadfall" (Todesfalle), "The Italian Job" (Charlie staubt Millionen ab), "The Battle of Britain" (Luftschlacht um England), Robert Aldrichs "Too Late the Hero" (Zu spät für Helden) und James Clavells "The Last Valley" (Das vergessene Tal).

In den 70er-Jahren spielte er neben Elizabeth Taylor in "X, Y & Zee" (X, Y & Zee; zweite Oscar-Nominierung), neben Sidney Poitier in "The Wilby Conspiracy" (Die Wilby-Verschwörung), neben Glenda Jackson in "The Romantic Englishwoman" (Die romantische Engländerin), neben Sean Connery in "The Man Who Would Be King" (Der Mann, der König sein wollte), neben James Caan und Elliott Gould in "Harry and Walter Go to New York" (Und morgen wird ein Ding gedreht), neben Maggie Smith in "California Suite" (Das verrückte California-Hotel) sowie neben Henry Fonda, Olivia de Havilland und Richard Widmark in "The Swarm" (Der tödliche Schwarm). In den 80er-Jahren drehte Caine 21 Filme, darunter Brian De Palmas "Dressed to Kill" (Dressed to Kill), John Hustons "Victory (Flucht oder Sieg), Oliver Stones "The Hand" (Die Hand), Sidney Lumets "Death Trap" (Das Mörderspiel), Lewis Gilberts "Educating Rita" (Rita will es endlich wissen), der ihm den Golden Globe und eine dritte Oscar-Nominierung einbrachte, Stanley Donens "Blame It on Rio" (Schuld daran ist Rio), John Frankenheimers "The Holcroft Covenant" (Der 4 1/2-Billionen-Dollar-Vertrag), Woody Allens "Hannah and Her Sisters" (Hannah und ihre Schwestern), mit dem er den Oscar als Bester Nebendarsteller gewann, Alan Aldas "Sweet Liberty" (Sweet Liberty) und Frank Oz' "Dirty Rotten Scoundrels" (Zwei hinreißend verdorbene Schurken), der ihm den Golden Globe als Bester Komödiendarsteller einbrachte.

Aktuelle Filme sind "Quills" (Quills - Macht der Besessenheit), "Shiner" (Shiner - Jenseits von Gut und Böse), "Miss Congeniality" (Miss Undercover), "Last Orders" (Letzte Runde - Last Orders), "Quicksand" (Quicksand - Gefangen im Treibsand), "The Quiet American" (Der stille Amerikaner), "Austin Powers in Gold Member" (Austin Powers in Goldständer), "The Actors", "Secondhand Lions" (Löwen aus zweiter Hand), "The Statement" (The Statement) und "Around the Bend". Demnächst ist er in "The Weather Man" und "Bewitched" zu sehen.

1986 kehrte er nach 20 Jahren auf den Bildschirm zurück und trat in der Miniserie "Jack the Ripper" (Jack the Ripper - Das Ungeheuer von London) auf, die den englischen Quotenrekord brach. Den Golden Globe für diese Nebenrolle teilte er sich mit Stacy Keach.

Mit seinem Partner, dem führenden amerikanischen Produzenten Martin Bregman, gründete er die Firma M&M Productions, um in Großbritannien Filme mit sich in der Hauptrolle zu drehen und gegebenenfalls auch zu inszenieren. Die erste Produktion war 1992 "Blue Ice" (Blue Ice) mit Sean Young unter der Regie von Russell Mulcahy.

1992 wurde Caine während der Feierlichkeiten zum Geburtstag der Queen mit dem Orden "Commander of the British Empire" ausgezeichnet. 2000 schlug die Queen ihn zum Ritter, indem sie ihm den Adelstitel Sir Michael Caine verlieh.

Caines Autobiografie "What's It All About?" erschien im November 1992 im Verlag Turtle Bay Books.

Als Restaurantbesitzer führte Michael Caine mit seinen Partnern die Londoner Langan's Brasserie, Langan's Bistro, Odin's sowie The Canteen in Chelsea Harbour. Sein erstes amerikanisches Lokal war eine tropische Brasserie in South Beach Miami/Florida.

Am 8. Januar 1973 heiratete er die aus Guyana stammende Shakira Baksh, die es einst bis in die Endausscheidung der Miss Universe geschafft hat. Die beiden sind Eltern der Töchter Nikki und Natasha.





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