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Am 27. August erscheint 'Batman: Under the Red Hood' auf DVD.
 
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Über die Produktion: Der Kampf für das Gute


 

18 Jahre lang hat er trainiert, geplant und gewartet.
Jetzt ist seine Zeit gekommen...
Batman: Year One


Der Kampf für das Gute

Beim Konzept für Batmans ungewöhnliche Nahkampftechnik und bei den mitreißenden Kampfszenen des Films entwickelten Regisseur Christopher Nolan und Kampfchoreograf David Forman ("The Last Samurai") einen Stil, der den schnörkellosen Realismus von Bandenkriegen mit der disziplinierten Kunst der Martial Arts kombiniert.

"Batman denkt immer praktisch, jede seiner Handlungen wird von größtmöglicher Effektivität bestimmt", sagt Nolan. "Der Kampfstil muss also brutal, ökonomisch und authentisch wirken."

"Uns schwebte etwas vor, das so aussieht, als habe Bruce Wayne/Batman seinen eigenen Kampfstil entwickelt - Look und Stil müssen also individuelle Züge tragen", führt Christian Bale aus. "Batmans Persönlichkeit wird großenteils von der animalischen Aggression bestimmt, mit der er seine Feinde angreift. Ich will zeigen, wie verheerend er wirkt, wenn er vorprescht und Leute attackiert, und wie hart er andererseits im Nehmen ist, wenn er einstecken muss."

Der Regisseur wollte die anmutige Ballettform von Kämpfen vermeiden, die mithilfe von Schauspielern an Drahtseilen erzeugt wird - ihm schwebte ein viel weniger harmonischer, realistischerer Kampfstil vor. "Wir haben uns an diese graziösen, tanzartigen Kämpfe gewöhnt, durch die Gewalttätigkeit gar nicht mehr bedrohlich wirkt", stellt er fest. "Ich will diese Praxis auf die harten Handkanten zurückschrauben, auf die Schläge, die man etwas mehr zu spüren bekommt."

Die Keysi Fighting Method, auch als Keysi oder KFM bekannt, besteht aus einer Serie strammer, kontrollierter und wirkungsvoller Bewegungen. Keysi wurde erst vor 20 Jahren entwickelt, und diese Entwicklung ist durchaus noch nicht abgeschlossen. Die Kampfmethode ist intuitiv, bodennah und erfordert überragende Kraft in den Beinen und im Oberkörper, wobei die geistige Konzentration, das Bewusstsein eine Schlüsselrolle spielen. Im Gegensatz zu anderen Martial Arts wurde KFM als Sport entwickelt, sie eignet sich für Kämpfe in engen Räumen und kann in jeder beliebigen Umgebung zum Einsatz kommen, wobei auch zahlreiche Angreifer aus allen Richtungen abgewehrt werden.

"Die Keysi Fighting Method ist ein sehr intuitiver Kampfstil, aber äußerst brutal", berichtet Bale. "Alles zielt darauf ab, die Entscheidung sofort herbeizuführen. Das instinktive Verhalten lässt sich auf die unterschiedlichsten Situationen anwenden. Deshalb sieht es wirklich so aus, als ob Batman seinen ganz persönlichen Kampfstil entwickelt hätte."

"Christian ist ein hervorragender Schüler", bestätigt Forman. "Wir staunten nicht schlecht, wie schnell er die Instruktionen umsetzte, die wir ihm in der ersten Unterrichtsstunde gaben."

Fünf Monate lang unterwarf Bale sich einem harten körperlichen Training, um sich für die anspruchsvolle Rolle vorzubereiten. Besonders schwierig war dieses Fitnesstraining, weil er sich zuvor für seine Rolle des von Schlaflosigkeit gequälten Arbeiters in "The Machinist" (Der Maschinist) 29 Kilo abgehungert hatte und bis auf 55 Kilo Körpergewicht abgemagert war.

"Ich habe meinen Körper völlig misshandelt", gibt Bale zu. "Ich war so mager, dass ich fast schon nichts Menschliches mehr an mir hatte. Ich versuchte einen Liegestütz und war nicht mehr dazu in der Lage. Ich legte mich auf den Boden und kam nicht mehr hoch. Ich schaffte nicht mal einen Liegestütz, weil meine Muskeln völlig hinüber waren." Als die Dreharbeiten begannen, hatte Bale nicht nur sein früheres Gewicht wieder erreicht, er trainiert sich auch 9 Kilo Muskelmasse an, um der Statur von Bruce Wayne/Batman zu entsprechen.

Für die Szenen der unfairen Konfrontation zwischen Bruce Wayne und sieben Häftlingen im Gefängnis in Bhutan (die stattfindet, bevor er seinen brutal effektiven Kampfstil entwickelt), choreografierte Forman eine Sequenz ungestümer Bewegungen für Bale.

"Hier erleben wir Bruce Wayne ganz ohne Maske", stellt Forman fest. "In ihm hat sich eine ungeheure Wut aufgestaut, er kämpft also mit ungefilterter Brutalität. Da fehlt jede formale Technik, jede Finesse."

Es erwies sich als schwierig, einen einzelnen Mann realistisch gegen sieben Gegner antreten zu lassen. Laut Forman ist es "sehr kompliziert, wenn sieben Typen auf einen Mann losgehen, denn die Choreografie soll ja so aussehen, als ob sie alle gleichzeitig angreifen. Der Kampf soll so realistisch wie möglich aussehen."

Die erste Kampfsequenz war laut Drehplan Bruce Waynes zermürbender Schwertkampf mit seinem Mentor Ducard, der auf einem zugefrorenen See am Fuße eines berghohen isländischen Gletschers gedreht wurde. "Eine wunderbar gefährliche, imposante Situation", sagt Neeson über den Dreh im Schatten des größten Gletschers in Europa. "Zwischen den Szenenwechseln beobachteten wir immer wieder, wie oben am Gletscherrand Felsstücke und Erde abbröckelten - da spürten wir, dass der Gletscher lebt, dass er sich auf uns zubewegt."

Weil die Dreharbeiten auf dem launischen Eis derart gefährlich waren, erlaubten die Sicherheitsexperten immer nur sechs Personen gleichzeitig auf der Eisfläche - Bale und Neeson inklusive. "Wir schlugen also aufeinander ein, hackten ins Eis, und plötzlich gab es ein gewaltiges Knacken mitten auf dem See", erinnert sich Bale. "Alle standen wir wie versteinert da und schauten uns vorsichtig um. Die Sicherheitsleute schrien: 'Na los, runter da, runter da!' Zum Glück haben wir alle Szenen an diesem einen Tag gedreht, denn am nächsten Tag war das Eis verschwunden - geschmolzen."

Als Vorbereitung auf den anstrengenden Schwertkampf probten Forman und sein Team wochenlang mit Bale und seinem Partner Liam Neeson auf einer Eisbahn. Die Schauspieler lernten, das Schwert nach Art der Samurai zu führen, wie man sich mit den Unterarm-Schilden gegen Schwerthiebe schützt und, wie Bale lakonisch kommentiert, "wie man auf glattem Eis kämpft, ohne sich ständig auf den Arsch zu setzen".

"Die Hiebe haben eine ungeheure Gewalt", sagt Forman über die Schwertbewegungen der Samurai. "Und es ist sehr schwierig, sich dagegen zu verteidigen. Das ist sehr kräfteraubend, aber Christian and Liam haben eine ungeheure Energie in ihre Rollen investiert. Sie schlugen sich äußerst wacker, sowohl beim Keysi als auch beim Schwertkampf."

"Lawrence Olivier wurde mal gefragt, welche Eigenschaft einen guten Schauspieler mehr als andere auszeichnet, und an erster Stelle nannte er das Durchhaltevermögen", sagt Neeson. "Christian hat unglaubliches Durchhaltevermögen. Außerdem bringt er als Schauspieler großes Talent mit. Wenn er seine Dialoge spricht, dann glaube ich sie ihm. Ich glaube, was er sagt, und für mich kommt es genau darauf an."

"Es ist ein riesiger Vorteil, wenn man mit Schauspielern wie Liam und Christian arbeitet, die sich voll und ganz in die Sache einbringen und selbst in den extremsten Situationen die Körperlichkeit ihrer Figuren zum Ausdruck bringen", sagt Nolan. "Ich war äußerst beeindruckt von ihrer Intensität, ihrer Glaubwürdigkeit, mit der sie die Kampf- und Action-Sequenzen des Films absolvieren."



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