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Über die Produktion: Der Bat-Pod

The Dark Knight X-TRA
 

"Brauchen Sie den Bat-Pod, Sir?"

"Mitten am Tag, Alfred? Nicht gerade unauffällig."

Alfred Pennyworth & Bruce Wayne, "The Dark Knight"


Der Bat-Pod

Auf der Leinwand ist Lucius Fox für die Ausrüstung verantwortlich, die Batman mit technisch ausgeklügelten Innovationen in die Lage versetzen, den Schurken das Handwerk zu legen: von seinem neuen, verbesserten Anzug über die Waffen bis zu seinen verschiedenen Fahrzeugen. Tatsächlich aber sind Chris Nolan und sein Design-Team dafür verantwortlich, allen voran Produktionsdesigner Nathan Crowley und Kostümbildnerin Lindy Hemming, aber auch der für die Spezialeffekte zuständige Chris Corbould mit seinem Team, das die Entwürfe praktisch umsetzt.

Dazu Nolan: "In ,Batman Begins' konnten wir zeigen, wie das Batmobil und der Batman-Anzug entwickelt wurden. Aber wir haben die technischen Geräte durchaus nicht in allen Einzelheiten vorgestellt. In der Fortführung der Geschichte können wir nun also demonstrieren, wie Batman sich weiter technisch aufrüstet, ohne dass das unglaubwürdig wirkt. Was mir an ihm besonders gefällt: Er verfügt ja über keinerlei Superkräfte - nur über sehr großen Reichtum. Von dieser Warte aus betrachtet stellt sich die Frage: Wenn mir unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, ich materiell also über eine Menge Macht verfüge, wie kann ich die einsetzen, um verblüffende technische Vorrichtungen und Techniken für die Verbrechensbekämpfung zu entwickeln, die aber auf wissenschaftlicher Grundlage immer einer logischen Überprüfung standhalten müssen?"

Nolan und Crowley hatten bereits für "Batman Begins" das berühmte Batmobil neu entworfen - es entstand eine Mischung aus Lamborghini und Humvee-Jeep. Das unübertreffliche Batmobil trägt den Spitznamen Tumbler, es ist eine Kombination aus der Spurtstärke und Wendigkeit eines Sportwagens und einem Chassis, das eher an einen Panzerwagen erinnert. Das Batmobil hat sechs mit Monsterreifen bestückte Räder, aber keine Frontachse, was den Kurvenradius erheblich verringert. Obwohl es 2,5 Tonnen wiegt, kann es Sätze von zwei Meter Höhe und 20 Meter Länge machen und beim Aufsetzen sofort abdrehen. Die Beschleunigung von null auf 100 beträgt fünf Sekunden.

In "The Dark Knight" hat das Batmobil wieder starke Auftritte, aber auch Batmans neuestes Gefährt kommt zum Einsatz: der Bat-Pod mit Turboantrieb, schwerer Bewaffnung und doppelrädriger Maschine. "Natürlich verwenden wir das Batmobil wieder", berichtet Nolan. "Aber wir wollten Batman auch etwas Neues zur Verfügung stellen, ein aktuelles Transportmittel, sehr exotisch und sehr dynamisch. Ein Zweirad, das aber eindeutig kein Motorrad ist. Im Grunde stellt der Bat-Pod im Motorradbereich das dar, was der Tumbler im Autobereich leistet."

Mit dem Bat-Pod kann Batman flexibel durch die Straßen von Gotham City manövrieren, aber auch jedes andere Terrain befahren. Er verfügt über die gleichen Monster-Reifen wie das Batmobil und kann ohne Ständer von selbst stehen. Für etwaige Angriffe ist er bestens gerüstet - an beiden Seiten befinden sich Waffen: 40mm-Kanonen, Maschinengewehre Kaliber 50 und Enterhaken-Werfer.

Ausgedacht haben sich den Bat-Pod Crowley und Nolan. Mehr als eine vage Idee hatten sie nicht, als sie sich in ihr liebstes Design-Hauptquartier zurückzogen: Nolans Garage. Dort wurden die Details ausgearbeitet. Crowley erinnert sich: "Wir überlegten: ,Wir bauen das ganz einfach in Originalgröße.' Und genau das haben wir getan. Wir besorgten uns Werkzeug und schraubten einen originalgroßen Prototyp zusammen - mit allem drum und dran, was wir für geeignet hielten."

Natürlich hatten Nolan und Crowley keine Ahnung, ob ihre Erfindung auch funktionieren würde. Dafür war das Spezialeffekte-Team unter Leitung von Chris Corbould zuständig. Corbould berichtet: "Ich erinnerte mich, wie Chris Nolan mir sein Konzept für das Batmobil zeigte. Ich hatte keine Ahnung, wie wir das umsetzen sollten, aber es wurde ein großer Erfolg. Jetzt rief er wieder an und bat mich vorbeizukommen und seinen sogenannten Bat-Pod anzuschauen. Da dachte ich: ,Au weia, was hat er sich jetzt wieder ausgedacht?"

Corbould flog nach L.A., betrat Nolans Garage und warf einen ersten Blick auf Nolans und Crowleys Prototypen des Bat-Pod. "Ich bin fast in Tränen ausgebrochen", lacht Crowley. "Er war total entsetzt von der Vorstellung, das Ding irgendwie zum Laufen zu bringen. Wir schenkten ihm ständig Tee nach, aber er starrte nur auf das Gefährt und machte ein Gesicht, als ob er dachte: ,O mein Gott, wann geht mein Rückflug?' Es war die übliche Kollision von Design und Ingenieurtechnik."

Tatsächlich hat Crowley Corboulds geistige Verfassung recht gut eingeschätzt. "Ich war wie vor den Kopf gestoßen", gibt Corbould zu. "Ich sagte gar nichts und tat so, als ob ich darüber nachdachte, aber mir ging nur durch den Kopf, dass die beiden total durchgedreht waren. Wo sollte ich die Kraftübertragung unterbringen? Und wie sollte sich das Ding bei so gewaltigen Reifen lenken lassen? Es gab jede Menge Probleme."

Trotz seiner Bedenken kehrte Corbould nach London zurück, um mit seinem Team Ideen zusammenzutragen, wie man den Bat-Pod zum Fahren bringen könnte. Nach etlichen erfolglosen Versuchen entwickelten sie tatsächlich einen funktionierenden Bat-Pod, der dem von Nolan und Crowley ursprünglich gebauten Modell überraschend ähnlich sieht. Nolan gibt zu: "Im Grunde kann er gar nicht funktionieren, aber irgendwie haben Chris und sein Team es trotzdem geschafft."

Corbould weiter: "Witzigerweise haben weder Chris noch Nathan jemals auf einem Motorrad gesessen. Sie waren also völlig blauäugig, was die Mechanik für den Antrieb angeht. Letztlich war das sogar ein Vorteil, denn dadurch ließen sie sich nicht mal unbewusst vom Konzept orthodoxer Motorräder leiten. Weil sie von der Mechanik keine Ahnung haben, gelang es ihnen viel leichter, dieses total abgedrehte, wunderbare Gefährt zu entwerfen."

Eine ganz andere Sache war es dann, den Bat-Pod tatsächlich zu fahren. Nolan bestätigt: "Was Chris und sein Team letztendlich konstruiert haben, war ein sehr beeindruckendes, äußerst effektives Gefährt, was sehr gut funktioniert, sich aber unglaublich schwer fahren und lenken lässt."

Um den Bat-Pod zu manövrieren, muss sich der Fahrer fast horizontal nach vorn lehnen und eher mit seinen Ellbogen als mit seinen Händen lenken. Tatsächlich gelang es nur einer Person, den Bat-Pod unter Kontrolle zu bringen: dem professionellen Stuntfahrer Jean-Pierre Goy. Dazu Corbould: "Ich habe mit Jean-Pierre schon mehrfach gearbeitet - er ist einer der besten Fahrer der Welt, wenn nicht gar der beste. Er hat sich sofort voll darauf konzentriert, sich die Maschine anzueignen. Er sagte: ,Ich steige auf kein anderes Motorrad, bevor ich diese Sequenz im Kasten habe.' Denn er musste sich ganz auf die ungewöhnliche Handhabung des Bat-Pod einstellen. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ihm das leicht gefallen wäre. Aber er tat es und lieferte spektakuläre Bilder - es hat sich also gelohnt."



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