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TV-Serie 1966


 

Das Original Batmobil

Das Orginal Batmobil(von Günter Welky)

Die Entstehung des Batmobils
In Amerika, und ganz besonders in Kalifornien, waren schon immer speziell für Filme gebaute Traumautos populär. In aller Regel handelte es sich bei den Filmen jedoch meist um schlechtere, also um sogenannte B-Klasse-Filme, die nicht bis in unser Land vorgedrungen sind. Natürlich gibt es Ausnahmen, und wer in den 60ern im Teenager-Alter war, kann sich vielleicht an die Fernsehserie "The Monkeys" erinnern, in der ein speziell gebauter, wenn auch nicht besonders schöner Pontiac GTO als Cabrio lief. Vielleicht erinnert sich auch noch jemand an "Fireball 500", in dem Frankie Avalon mit einem Custom Plymouth Barracuda durch die Gegend fuhr.

Wer allerdings in dieser Zeit in Amerika lebte, konnte die Bekanntschaft mit bedeutend mehr solcher Fahrzeuge machen. Das tollste Filmauto von allen war natürlich das Gefährt der Serienfigur Batman, das Batmobil.
Kinofilm und Fernsehserie liefen in der Mitte der 60er Jahre, mit Adam West in der Hauptrolle und Burt Ward als Wonderboy Robin. Erst vor wenigen Monaten (28.12.98) sendete das ZDF den Klassiker "Batman hält die Welt in Atem".


George Barris - Vom Lincoln Futura zum Batmobil
Als man 1964 dieses Auto für die Verfilmung benötige, wandte man sich an den seit langem etablierten Custom-Meister George Barris. Leider "verschandelte" dieser für das Batmobil ein einzigartiges Showcar - den "Lincoln Futura".

1955 hatte Ford ein Zukunftsauto auf Basis des Lincoln vorgestellt, das den Namen Futura trug. Entworfen wurde es von Bill Schmidt. Viele Stilelemente wurden im zwei Jahre später erscheinenden neuen Lincoln aufgenommen.

Ungewöhnliche Merkmale für die damalige Zeit waren:
  • Das Oberteil des Traumautos bestand aus zwei nach oben zu öffnenden Glaskuppeln; die kantige Schnauze strotzte nur so voller Chrom.
  • Da die Kuppel sehr schallisolierend war, wurden Mikrophon bzw. Lautsprecher eingebaut.
  • Eine "Klimaanlage" sorgte für den nötigen Wärmeausgleich.
  • Die Hupe wurde durch ein Fußpedal betätigt.
  • Eine Spezaiallackierung, die den Merkmalen einer Fischhaut gleichen sollte.
  • Je nach Lichteinfall entstanden verschiedene Farbeffekte.

Für seinen ersten Filmauftritt wurde der Lincoln Futura rot umlackiert (besser Farbwiedergabe, da SW-Film). Die meisten Originalaufzeichnungen und Pläne wurden jedoch bei einem Feuer 1962 vernichtet. Nur Pressemappen, die verteilt wurden, als das Fahrzeug der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, und Artikel der "Ford Times" Ausgabe Juni/Juli 1955 sind die wenigen Dokumente, die noch heute existieren.

Normalerweise verschwanden Fords Experimentierautos genauso plötzlich, wie sie aufgetaucht waren; diesem einzigartigen Exemplar jedoch gelang es, sich der Verschrottung zu entziehen. Nachdem es Zugpferd bei zahlreichen Ausstellungen im ganzen Land gewesen war und 1959 einen Auftritt in dem Kinofilm "It started with a kiss" hatte, wurde es eingemottet.

Durch glückliche Umstände gelang der L.F. in den Besitz von G. Barris, der das Fahrzeug für angeblich nur 1$ von der Firma Ford erwarb, wohl mit dem Hintergedanken, dieses Showcar für sein nächstes Projekt zu verwenden. Hatte er doch den Auftrag erhalten, in relativ kurzer Zeit ein Fahrzeug für einen anstehenden Kinofilm zu kreieren. Das Ergebnis der Arbeit kennen wir alle. Er griff auf Fords futuristisches Zukunftsauto zurück und ließ sich seine Entwürfe patentieren.

Er verlängerte den Scoop auf der Motorhaube, zog die Heckflossen bis über die Türen, verschweißte die verchromte Frontpartie und das Chromdekor an den Seiten mit der Karosse, zog die Radkästen heraus und lackierte das Auto schwarz. Als besondere Beigabe erhielt das Gefährt breite orangefarbene Streifen und das große Batrnan-Emblem an den Türen. Außerdem benutzte Barris Fragmente vom auffälligen Glasfiberdach. Wie wir wissen, versah er das Auto auch mit hochstehenden Auspuffrohren im Kofferdeckel (oder waren es Raketenwerfer) und mit einer Jet-Düse am Heck; die Bremsfallschirme bei diesem Auto sind nicht nur Comic-Geschichte geworden. Das BATMOBILE war geschaffen und wurde am 11.Okt.1965 ausgeliefert.

Obwohl es eine Schande war, dieses einmalige Fahrzeug so zu verunstalten, wurde das Batmobil schnell ein Begriff. Viele Modellautohersteller kopierten das schwarze Raketenauto. Interessant zu wissen, daß Barris' Batmobil dem früheren Auto in der Comicserie nicht besonders ähnlich war. Sobald Barris' Batmobil entstanden war, übernahmen die Zeichner in den Magazinen jedoch die neue Form.

Für den Umbau erhielt Barris 5.000,-$ und eine Option von ca. 5.000,-$ bis 9.000,-$ für Merchandising-Rechte. Da der Film ein Erfolg war, und Batman in Serie ging, erhielt Barries eine tägliche Leihgebühr von 150,-$ für sein Batmobil. Um den täglichen Einsatz zu garantieren entschied er sich, ein zweites Batmobil zu bauen.

Im Laufe der Zeit entstanden noch mehr Ableger, die in der Serie zu Einsatz kamen oder als Showcar auf Weltreise gingen.


Vielfach kopiert
Aufgrund der vielen Kopien kann heute kaum jemand mit Bestimmtheit sagen, welches nun das Original ist - außer Barris selbst natürlich. Der ließ ganz einfach vier weitere Batrnobile nach eigenen Plastikformen anfertigen, setzte diese Karosserien auf ganz normale US-Chassis und stiftete noch mehr Verwirrung, denn jeder Besitzer dieser Fahrzeuge nahm lange Zeit für sich in Anspruch, das Orignal-Batmobil zu besitzen. Wie viele mehr oder weniger geglückte Kopien von einzelnen Enthusiasten gebaut worden sind, ist unbekannt. Das Original hingegen soll sich immer noch im Besitz von Barris befinden.

Ein ganz Schlauer baute eine sehr ähnliche Kopie aus Blech und auf Basis eines '58er Thunderbird. Obwohl sie etwas kürzer als das Original war, wurde wieder einmal behauptet, daß es sich dabei um das Original-Filmauto handelte. So etwas gibt's nur in Amerika: Barris verklagte den Besitzer, der verlor und mußte sein Auto Barris überlassen.


Nummer sieben
Nach vielen Jahren wurde nun erneut ein Batmobil in Auftrag gegeben, nämlich von einem Autoshow-Promotor in Neuseeland, der damit zweifellos auf die gerade aus Amerika angekündigte Batman-Welle aufspringen wollte. Der Auftrag ging an Jay Ohrberg, der als "Mister Roadster" in Hollywood George Barris' Kompagnon gewesen war. Der dort beschäftigte Carl Green, bekannter Custom-Bauer aus Kansas, führte den Umbau aus. Zwei Monate und viele, viele Überstunden dauerte es, um das Batmobil Nummer sieben auf Basis eines '57er Lincoln Twodoor Hardtop fertigzustellen. Ganz schön verrückt, was? Das original Batmobil steht heute in der Car-Collectors-Hall of Fame in Nashville

PS.: Wer noch mehr Infos über den L. Futura bzw. das Batmobil hat, bzw. Modelle, Bausätze, Fotos etc. besitzt, der möge sich doch mit mir in Verbindung setzen.

Günter Welky

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