|
Gotham Knights #51
 Batman: Gotham Knights #51 | Pushback: Book Two
Der Joker arrangiert für Edward Nigma eine Gefängnisverlegung. Auf dem Weg zum neuen Aufenthaltsort des Riddlers werden der Gefangenentransporter und die Polizeieskorten mit Raketen und Bomben atackiert. Die Straßen Gothams verwandeln sich in ein flammendes Inferno.
Selbst Batman, der die Überwachung übernommen hat, scheint mit so etwas nicht gerechnet zu haben - der auf die Sekunde ausgetüftelte Plan funktioniert.
Dem Riddler gelingt in diesem Chaos die Flucht und er läuft geradewegs in die Arme seines "Helfers": Hush. Der will noch eine offene Rechnung mit dem Rätselmann begleichen.
Meinung Lieberman und Barionuevo nehmen den Leser mit in ein aufregendes Kapitel ihrer Geschichte. Es geht um die fünf menschlichen Grundgefühle Freude, Ärger, Trauer, Furcht und Rache, die sich als roter Faden durch die Story ziehen.
Was auf den ersten Seiten ruhig beginnt, verwandelt sich schlagartig in Action. Der Fluchtversuch gleicht dem Szenario eines Jerry Bruckheimer Films a la "ConAir". Zwar bleibt die Spannung bis zum letzten Panel erhalten und macht auch Appetit auf die nächste Ausgabe, aber einige Ungereimtheiten gibt es leider doch.
Oracles Wichtigkeit im Team wird wieder einmal hervorgehoben. Sie ist die Herrin der modernen Überwachungs- und Informationstechnik und wirkt routiniert und gelassen, als könnte nichts sie aus der Ruhe bringen. Innerhalb von Sekunden kann sie die Satelliten in der Erdumlaufbahn zur gewünschten Position navigieren, um Batman Hilfestellung zu leisten. Auch, wenn es sich um Satelliten von Lex Luthor handelt. Interessant wäre nur, zu erfahren, wie Batman/Bruce Wayne Luthor die "Entführung" des Satelliten im Nachhinein begründen will.
Batman hingegen wirkt am Anfang leicht abgelenkt und zerbricht sich den Kopf darüber, ob er seine verstorbene Verlobte Vesper tatsächlich gesehen hat. Doch sobald er von dem Gefangentransport hört, ist er wieder ganz der Alte, nimmt die Beobachtung über auf den Dächern Gothams auf und greift ein, als der Transport unter Beschuss steht. Dass er sich jedoch so leicht dort weglocken läßt, als eine Bombendrohung für das Krankenhaus eingeht, ist erstaunlich, da er ja den Verdacht hat, dass sich der Initiator der "Befreiungsaktion" noch ganz in der Nähe befindet.
Obwohl der Joker hier nur einen kurzen Gastauftritt zu Anfang hat, ist dieser an Fiesheit nicht zu übertreffen. Er versteht es wirklich, jemanden Entscheidungshilfen zu geben und das Wort "unmöglich" zu definieren. Die zeichnerische Darstellung ist stilvoll und unterstreicht seinen leicht narzistischen Touch.
Wiedereinmal gelingt es Hush, den Dunklen Ritter auszutricksen und ihm immer zwei Schritte voraus zu sein. Sein Plan gelingt, er bekommt das Objekt seiner Begierde, den Riddler.
Aber wird Hush nicht als ein wenig zu mächtig dargestellt? Batman ist eigentlich ein Meister des logischen Denkens, hier übersieht er aber offensichtliche Ablenkungsmanöver und bewegt sich genau so, wie Hush es gerne hätte, und erweist sich als absolut berechenbar.
Insgesamt wirkt Hush bedrohlich und die innere Wut wurde auch zeichnerisch gut eingefangen. Seine Motive wirken allerdings ein wenig merkwürdig: Einerseits will er vom Riddler wissen, wo die Lazarusgrube ist, um seinen zertörten Körper heilen zu können, andererseits prügelt er ihm fast die Seele aus dem Leib, um sich zu rächen.
Störend ist die zeichnerische Darstellung des Riddlers. Er wirkt verhältnismäßig jung und scheint kaum älter zu sein als Robin. Ein paar Falten mehr hätten bei ihm nicht geschadet. Zumindest erhält man aber die Erklärung für seinen Sturz, den er erstaunlicherweise relativ unbeschadet überstand.
Details: Batman: Gotham Knights #51 Story: A. J. Lieberman Zeichnungen: Al Barrionuevo Tusche: Francis Portela 40 Seiten, $ 2.75 DC Comics
|
|
|
|