"Seine Stimme ist zu laut." Dies nennt Julie Newmar als einen der Gründe, warum sie in der Vergangenheit ihren Nachbarn James Belushi immer wieder attackierte, was ihr nun eine Klage auf Schadensersatz in Höhe von $ 4 Millionen einbrachte. Von ihrem Schlafzimmerfenster aus könne sie direkt auf seinen Whirlpool sehen. "Wenn er in seinem Jacuzzi sitzt, dröhnt seine Stimme wie eine Basstrommel. Ich habe mir Kissen über meinen Ohren gelegt. Ich habe mir sogar Lärmschützer gekauft - Thunder 29 zum Preis von $ 120. In der Art werden sie auch von Arbeitern am Flughafen benutzt."
Lärm scheint ein großes Problem für die 71jährige Newmar zu sein. Gemeinsam mit anderen prominenten Einwohnern des Noblestädtchens Brentwood, in dem sie seit 25 Jahren lebt, startete sie vor Jahren eine Kampagne gegen den Einsatz zu lauter Laubbläser. Und geht notfalls auch mal direkt gegen die Lärmquelle vor: Vor einiger Zeit bewarf sie Belushis Haus mit einem Ei. Der herbeigerufenen Polizei erklärte sie, daß sie die ihrer Meinung nach zu laute Klimaanlage treffen wollte, ihr Ziel aber verfehlt habe. Nach eignen Angaben kostete diese Aktion sie $ 10.000 an Anwaltskosten und Schadensersatz.
Übel nimmt sie Belushi auch, daß er den Bordstein vor seinem Haus rot streichen ließ, um andere Anwohner in der Straße daran zu hindern, dort zu parken. Aber nicht Newmar wolle Belushi aus seinem Heim vertreiben, vielmehr sei es genau umgekehrt. Und so bezeichnete sie ihren Nachbarn gegenüber anderen immer wieder als "laut, krank und einen Spanner".
Der exzentrisch anmutende Streit der beiden hält schon so lange an, daß er mittlerweilen in Brentwood zur Legende geworden ist. Ob er vor Gericht ein Ende findet, wenn am 14. Februar nächsten Jahres, ausgerechnet am Valentinstag, dem Tag der Liebenden, die erste Anhörung stattfindet, ist zu bezweifeln.
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